Weit weg

11. März 2012

Eben habe ich mich daran erinnert, dass es dieses Blog hier noch gibt und ich habe überlegt, ob ich es schließen oder einfach so stehen lassen soll. Es sind inzwischen zweieinhalb Jahre seit der Trennung vergangen und ich denke, wenn überhaupt, nur noch mit großer Erleichterung daran zurück, also an die Trennung. An die Beziehung, oder treffender die Scheinbeziehung, zu Stefanie denke ich schon lange nicht mehr. Heute würde ich sagen, das war alles ein schlechter Witz, ausgetragen auf meine Kosten. Pfui. Aber da nichts im Leben ungestraft bleibt, hat auch Stefanie nun ihr Päckchen zu tragen: sie steht komplett unter den Fittichen von Hiltrud, kann keinen Schritt tun, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen und hat, was wohl kaum verwunderlich ist in dieser Situation, nur noch einen einzigen Menschen an ihrer Seite: Hiltrud. Wenn die nicht mehr ist, wird Stefanies Leben verdammt einsam sein. Mitleid habe ich nicht, denn jeder ist für sein Glück (oder Unglück) selbst verantwortlich.

Was mich betrifft gibt es, zumindest zum Blogthema, nichts zu berichten. Ich lebe nach wie vor single und möchte daran zurzeit auch nichts ändern. Es geht mir gut, ich habe mein Leben, mache mein Ding und bin froh, wenn ich nach Feierabend nach Hause komme und meine Ruhe habe. Ich mag mich auch nicht mehr auf einen anderen Menschen einstellen. Ich habe einen kleinen Freundes- und Bekanntenkreis, Leute mit denen ich mich hin und wieder treffe, die keine Erwartungen an mich stellen und die mich mögen wie ich bin. Das reicht mir, alles andere wäre mir zu eng. Vielleicht ändert sich das auch irgendwann wieder und ich suche oder finde Liebe, partnerschaftliche Liebe, dann werde ich davon erzählen. Bis dahin wird es hier im Blog wohl eher ruhig bleiben.

Oder schreib ich hier auch über andere Dinge? Oder doch nicht? Oder sollte ich das Blog gleich komplett umbenennen? Ich glaube, ich muss mir mal was überlegen …

Losgelassen

9. Mai 2010

Ein halbes Jahr nach der Trennung. Ich entferne mich immer weiter von dem was ich in der Beziehung mit Stefanie erlebt habe. Wenn ich lese, was ich hier bisher so geschrieben habe, kommt es mir so irreal vor, so weit weg, als hätte es nichts mit mir zu tun. Obwohl ich mittendrin war. Auf einen Kommentar schrieb ich sinngemäß:

“Ich verarbeite das Ganze indem ich es mir von der Seele schreibe und mir so vor Augen führe, dass ich mehr geweint als gelacht habe in dieser Beziehung. Das erleichtert das Loslassen ungemein. Inzwischen geht es mir wieder gut, ich bin nicht mehr wütend oder traurig und das zeigt mir, dass es mich nicht mehr berührt. Ich bin an dem Punkt an dem ich froh bin, dass es vorbei ist. Mein Leben ist wieder im Lot. Trotzdem werde ich, sobald wieder ein Stück Erinnerung auftaucht, diese hier niederschreiben. Zur Mahnung an mich, nicht mehr so leichtgläubig zu sein und die Augen nicht mehr vor offensichtlichen Zeichen zu verschließen.”

Es ist schon merkwürdig, dieses Loslassen, vor dem ich so große Angst hatte, ging von mir völlig unbemerkt vor sich. Und ich fühle mich auf einmal wieder frei.

Sehnsucht

9. Mai 2010

Eine Woche Sehnsucht. Das kann ganz schön hart sein.

Während der Phase unserer ganz großen Verliebtheit musste Stefanie aus beruflichen Gründen für eine Woche verreisen. Wie sollten wir das nur aushalten? Im Nachhinein betrachtet frage ich mich, wo eigentlich das Problem war. Wir haben uns eh nur am Wochenende gesehen (die tägliche halbe Stunde Mittagspause mal außen vor gelassen) oder abends miteinander gechattet, und das konnten wir ja auch weiterhin tun. Und trotzdem fiel mir der Abschied schwer. Sie war so weit weg und wir hätten uns nicht mal kurz sehen können, selbst wenn wir es gewollt hätten bzw. wenn sie es gewollt hätte. Wir chatteten jeden Abend und mit jedem Tag wurde der Wunsch, uns endlich wieder in die Arme zu schließen, größer. Wir konnten den Tag ihrer Rückreise kaum erwarten. Dann war es endlich so weit. Am Abend vorher fragte ich sie, wann sie denke, wieder zuhause zu sein. “Ich werde ungefähr 8 Stunden fahren müssen, je nach Verkehrslage auch mehr. Das heißt, ich bin irgendwann am späten Abend wieder zuhause und will dann einfach nur noch schlafen. Auspacken werde ich am nächsten Morgen und anschließend komme ich zu Dir. Ich freue mich schon so auf Dich. Ich habe so wahnsinnige Sehnsucht nach Dir!” … hm … das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich hätte sie gern zuhause begrüßt, sie in die Arme genommen und wäre dann nach Hause gefahren, um sie ihren wohlverdienten Schlaf schlafen zu lassen. Ich sagte ihr das dann auch in der Hoffnung, dass ich sie schon am nächsten Tag  sehen kann und nicht erst am übernächsten. “Nein, sei mir nicht böse, aber ich habe morgen noch ein paar Stunden Seminar und dann die lange Heimreise., das wird mir alles zu anstrengend. Jetzt haben wir uns so lange nicht gesehen, da halten wir das doch wohl auch noch einen Tag länger aus, meinst Du nicht?” Ich war sehr enttäuscht, aber ich hatte auch Verständnis für sie. Mir wäre alle Müdigkeit der Welt egal gewesen und ich hätte alles getan, um sie, wenn auch nur kurz, so schnell wie möglich zu sehen, aber sie ist nun mal nicht ich und das musste ich akzeptieren.

Am nächsten Tag hörte ich nichts von ihr. Erst am späten Abend meldete sie sich via Chat. Auf meine Frage, wann sie denn nach Hause gekommen sei, antwortete sie nicht. “Sei mir nicht böse, ich bin so müde und will jetzt ins Bett. Ich wollte Dir nur noch schnell gute Nacht sagen. Wir sehen uns ja morgen. Ich freue mich.” Und weg war sie.

Ich hatte sie zum Frühstück zu mir nach Hause eingeladen. Wir wollten ihre Rückkehr und ihren Geburtstag (nach)feiern und ich hatte mich mächtig ins Zeug gelegt. Bereits Stunden vor der vereinbarten Zeit tigerte ich ungeduldig durch die Wohnung. Ich war so aufgeregt und ich freute mich so. Dann endlich war es so weit. Sie brachte mir eine rote Baccararose mit. Wenn das nicht Liebe ist! Wir hatten einen tollen Vormittag und uns jede Menge zu erzählen. Ich war so froh, dass sie wieder da war. Dann beschlossen wir, zu ihr zu fahren und es uns auf ihrem sonnigen Balkon gemütlich zu machen. Ein ganzer Tag mit Stefanie, wie schön!

Als ich ihre Wohnung betrat, sah ich sofort die Vase mit den frischen Blumen.

Auf meine Frage, wann Hiltrud hier gewesen sei, druckste sie erst herum und weil sie genau wusste, dass ich nicht locker lassen würde, rückte sie dann mit der Sprache raus: “Gestern Abend. Ich war schon früher zurück als erwartet und Hiltrud wollte mich doch so gern begrüßen. Ich konnte sie doch wohl schlecht wegschicken, oder?”

Nein Stefanie, das konntest Du natürlich nicht.

Später hat Hiltrud mir dann gesteckt, dass Stefanie sich bereits vor ihrer Abreise zum Seminar mit ihr zum “Begrüßungswein” gleich nach ihrer Rückkehr verabredet hatte. Es war also von Anfang an klar, dass sie sich am Tag ihrer Rückkehr nicht mit mir treffen würde. Soviel zum Thema: “Ich habe so wahnsinnige Sehnsucht nach Dir!”

Alibifrau

9. April 2010

Wir trafen uns nur selten. Zwar verbrachten wir jede Mittagspause (immerhin 30 Minuten lang!) zusammen, aber unser privater Kontakt lief überwiegend über die Chatfunktion unseres Email-Anbieters. Wir hatten regelmäßige “Termine” an denen wir uns sahen: Montag bis Freitag mittags von zwölf bis halb eins und von Samstag Nachmittag 15 Uhr bis Sonntag Morgen 11 Uhr. Als ich einmal leise anfragte, ob wir uns nicht vielleicht öfter sehen könnten, schlug sie vor, wir könnten uns zusätzlich noch am Mittwochnachmittag treffen. Noch ein “Termin”? Danke.

Umsomehr erstaunte es mich, als sie mich an einem Freitagmorgen im Büro anrief und fragte, ob ich nicht Lust hätte, ihren Bruder kennen zu lernen. Er sei auf der Durchreise,  wolle ihr nachmittags einen Kurzbesuch abstatten und sie würde sich freuen, wenn ich einen Teil ihrer Familie kennen lernen würde, zumal sie ihm schon sehr von mir vorgeschwärmt habe. Ich fühlte mich geschmeichelt. “Aber freitags bist Du doch mit Hiltrud verabredet, wird sie nicht sauer sein, wenn ihr euch heute nicht seht?” “Nein, das ist schon ok. Die Verabredung mit Hiltrud habe ich eben abgesagt.” Ich konnte mir zwar nicht vorstellen, dass H. sich das einfach so gefallen lassen würde, aber das sollte nicht mein Problem sein. Ich freute mich auf den Nachmittag und den Abend und machte mir weiter keine Gedanken. Ich würde mit Stefanie zusammen sein, das allein zählte für mich. Wir verabredeten, dass ich nach der Arbeit mit zu ihr nach Hause fahren, dann mit ihrem Auto zu mir fahren, mich umziehen und anschließend wieder zu ihr kommen würde. Das war für mich einfacher, als  später mit dem Fahrrad zu ihr zu fahren. Und weil ich mich so freute, habe ich auf der Arbeit die Speisekarte von dem Restaurant ausgedruckt, in das wir abends gehen wollten, und sie ein bisschen aufgehübscht. Die wollte ich Stefanie später als Erinnerung an den Abend (von dem ich ausging, dass es ein schöner werden würde) schenken. Aber es kam anders.

Als ich ihr auf dem Weg zu ihr sagte, wie sehr ich mich auf den Nachmittag und den Abend freue und schon auf das Restaurant, von dem ich schon so viel Gutes gehört hatte,  gespannt sei, kühlte sich die Stimmung schlagartig ab. Hatte ich was Falsches gesagt? Ich wurde unsicher. Was war denn nur los? Erst sagte sie gar nichts, dann druckste sie rum und als ihr klar war, dass sie keine andere Wahl hatte, sagte sie mir, dass von Abendessen keine Rede gewesen wäre sondern nur von Kaffeetrinken am Nachmittag. Wie bitte? “Das stimmt doch nicht. Du hast mir doch gesagt, dass wir nach dem Kaffeetrinken mit deinem Bruder und dessen Freundin ins Restaurant XYZ gehen und dort zu Abend essen wollen.” “Nein, Du weißt doch genau, dass ich am Abend mit Hiltrud verabredet bin.” Ich dachte ich höre nicht richtig! “Und woher weiß ich dann von dem Restaurantbesuch und wieso habe ich das hier für dich ausgedruckt?” fragte ich und zeigte ihr mein Geschenk. Schweigen. … “Mit anderen Worten: ich darf gleich zum Kaffeetrinken zu dir kommen und muss anschließend wieder nach Hause gehen, damit du den Abend mit Hiltrud verbringen kannst?” Schweigen … “Kannst du vielleicht jetzt auch mal was dazu sagen?”“Du weißt genau, dass ich freitags mit Hiltrud verabredet bin und daran hat sich bis jetzt auch nichts geändert.” “Heute Morgen hast Du mir doch gesagt, dass du die Verabredung abgesagt hast.” Inzwischen waren wir ausgestiegen und standen vor ihrem Haus auf der Straße. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und stakste davon. Und ließ mich stehen wie Klein-Dööfchen. Demütigender gehts kaum. Ich holte meine Sachen aus dem Auto, schloss ab und ging zu Fuß nach Hause.

Von ihr kam nichts. Kein Anruf, keine SMS, keine Mail. Am nächsten Tag eine Chat-Nachricht: “Wo warst Du denn gestern, wir haben auf Dich gewartet.” … Als wäre nichts gewesen.

Inzwischen bin ich mir sicher, dass sie mich als Alibifrau benutzt hat. Hiltrud hat mich später freundlicherweise darüber aufgeklärt, was das ist: Alibifrauen dienen dazu, in der Öffentlichkeit, vor Kollegen, Nachbarn, der Familie einen bestimmten Schein zu wahren. Schwule Männer zum Beispiel heiraten Frauen und zeugen Kinder, damit das Umfeld nicht mitbekommt, was tatsächlich mit ihnen los ist. Die Frauen und Kinder sind ihr Alibi.

Stefanie betont häufig, dass sie ausschließlich auf  ”Bio-Frauen” steht. Auffällig häufig. Stefanie legte großen Wert darauf, sich mit mir in der Öffentlichkeit zu zeigen. Sie wollte unbedingt, dass mich ihre Familie kennenlernt, noch bevor wir uns selbst richtig kennen gelernt haben. Sex hatten wir übrigens nicht. Zumindest nicht miteinander.

Ich bin immer noch erschüttert über meine eigene Blödheit.

Die Einladung

4. April 2010

Wir saßen auf ihrem Balkon und unterhielten uns über Dinge aus meiner Vergangenheit. Familie, Freunde, Beziehungen. Ich war sehr erstaunt darüber, wie offen ich mit ihr reden konnte. Das machte es mir leichter. Es war ein sehr emotionales Gespräch und mehr als einmal mussten wir für einen Moment unterbrechen. Als ich gerade von der Toilette komme und in Richtung Balkon gehe, höre ich, wie sie mit jemandem redet, der offensichtlich auf dem Hinterhof, direkt unter ihrem Balkon, steht. “Nein, es ist jetzt sehr ungünstig. Ich rufe Dich später an.” … “Nein, ich habe Besuch, Lalenita ist hier und wir unterhalten uns gerade. Ich kann jetzt wirklich nicht.” … “Nein, es geht jetzt nicht.” Diesmal hörte ich die Erwiderung: “Aber es ist doch nur auf ein Glas Wein.” (Ich frage mich, welchen Teil von Nein Hiltrud nicht verstand.) Stefanie drehte sich zu mir um und sah mich fragend an. Da ich wegen unseres Gesprächs sehr berührt war, schüttelte ich nur mit dem Kopf. Nein, einen kleinen Smalltalk zwischendurch konnte ich jetzt nicht führen. Hiltrud ließ nicht locker und ein Nein wollte sie auf keinen Fall akzeptieren, also sagte S. genervt: “Aber nur auf ein Glas!” … Ich weiß nicht, was größer war: die Enttäuschung darüber, dass Stefanie es zuließ, dass H. unser intimes Gespräch störte oder die Fassungslosigkeit darüber, wie unverschämt und dreist Hiltrud ihren Willen durchsetzte. Aber es kam noch besser. Während H. sich auf den Weg in die dritte Etage machte, fing ich an, meine Sonnenbrille und mein Buch in der Tasche zu verstauen und meine Schuhe anzuziehen. “Bitte geh nicht, sie will doch nur einen Wein mit uns trinken und dann geht sie doch wieder. Was sollte ich denn machen?” … “Es tut mir leid, ich war gerade dabei, Dir Dinge aus meinem Leben zu erzählen, die mich sehr belasten. Du wirst verstehen, dass ich gerade jetzt keine Lust auf “ein gemütliches Weinchen” mit H. habe, oder? Melde Dich einfach wenn Du wieder Zeit hast, vielleicht treffen wir uns das nächste Mal einfach bei mir, ok?” Mann war ich sauer! Stefanie fühlte sich alles andere als wohl in ihrer Haut, das konnte man ihr anmerken. Bevor ich gehen konnte, betrat H. die Wohnung und kam gleich strahlend auf mich zu, um mir zur Begrüßung die Hand zu geben. Ich war aber nicht in Geberlaune und so verschränkte ich die Arme vor der Brust, sah ihr in die Augen und schüttelte nur den Kopf. “Was? Warum bist Du denn so unhöflich zu mir? Also so ein Verhalten, unmöglich, also wirklich!” echauffierte sie sich. Stefanie hatte sich auf den Balkon verzogen und H. folgte ihr nun zeternderweise. Was die beiden draußen redeten konnte ich nicht hören. Keine zwei Minuten später kam H. wieder zurück ins Wohnzimmer, ich war gerade dabei, meine Schuhe zu binden, baute sich theatralisch vor mir auf und sagte: “Ich weiß nicht, warum Du Dich jetzt so verhälst. Immerhin hat Stefanie mich eingeladen!” … Wie bitte??? … Das nenne ich mal eine handfeste Wahrnehmungsstörung.

In inzwischen bekannt theatralischer Manier rauschte sie Richtung Wohnungstür ab. Stefanie folgte ihr. Ich hörte noch ein paar gezischelte Laute von H. und dann knallte die Tür zu. Als S. wieder zurück ins Wohnzimmer kam, hatte sie Tränen in den Augen und rang sichtlich um Fassung. “Sei doch nicht traurig, Du weißt doch, wie sie ist. Die regt sich auch schon wieder ab, sagst Du doch immer.” … “”Das ist es nicht.” … “?” … “Sie hat mich von oben bis unten angesehen (S. trägt normalerweise ausschließlich Röcke oder Kleider. An diesem Tag trug sie eine Hüftjeans) und dann “Tschüß Stefan” zu mir gesagt.”

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde …

Drama-Queen

3. April 2010

Zwei Wochen nachdem wir uns kennen gelernt haben, gingen wir gemeinsam mit Hiltrud, Nicole (eine Bekannte von den beiden und ebenfalls trans) und meiner Tochter zur Eurovision-Song-Contest-Party. Die Stimmung war gut und es sah ganz danach aus, dass es ein gelungener Abend werden würde. Wir haben viel getanzt, gelacht und waren bester Laune. Jeder tanzte mit jedem, jeder redete mit jedem (soweit bei der Lautstärke der Musik möglich) und wir amüsierten uns prächtig. Bis zu dem Moment, als Hiltrud wie von der Tarantel gestochen zur Sitzbank stürmte, ihre Tasche nahm und unter großen, dramatischen Gesten das Lokal verließ. Was sie sagte konnte ich nicht hören, dazu war die Musik zu laut, aber ihre Gestik sprach Bände. Was war denn nur passiert?

Stefanie war die Sache sehr peinlich. Sie setzte sich zu mir und meinte, ich solle mir nichts dabei denken. H. sei immer so emotional und sie würde sich schon wieder beruhigen. Auf meine Nachfrage, was denn eigentlich passiert sei, sagte S.: “Sie kann es schlecht ertragen, wenn ich mich mit anderen Leuten mehr oder länger unterhalte als mit ihr. Dann fühlt sie sich immer gleich zurückgesetzt. Und als sie eben sah, dass wir beide so nah nebeneinander saßen und uns unterhielten, da hat sie es nicht mehr ausgehalten. Mach Dir keine Sorgen, die kriegt sich schon wieder ein. Ich rede morgen mal mit ihr.” … Die Stimmung war im Eimer, der Abend gelaufen. Als wir ein, zwei Stunden später unsere Getränke bezahlt und unsere Jacken an der Garderobe in Empfang genommen hatten, gingen wir nach draußen und wollten noch ein paar Fotos von unserer kleinen Gruppe vor der Disco machen. Wir wollten gerade jemanden bitten, uns zu fotografieren, als plötzlich H. auftauchte. Sie steuerte gleich auf mich zu, legte den Arm um mich und sagte: “Das tut mir total leid wegen eben. Ich weiß doch, dass Du mir Stefanie nicht wegnehmen wirst.” Das war keine Entschuldigung, das war eine Drohung. Ich war geschockt. Vor allem auch deswegen, weil ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht im entferntesten daran gedacht hätte, dass einmal mehr als eine Freundschaft zwischen S. und mir sein könnte. Stefanie sagte ich nichts davon. Das Ganze war ihr schon unangenehm genug.

Hiltrud machte die Fotos. Dass sie auf diese Art auf keinem mit drauf sein würde, war ihr wohl in diesem Moment nicht bewusst. S. sagte später zu mir, dass sie sich an diesem Abend so sehr über H. geärgert habe, dass sie sie absichtlich nicht darauf aufmerksam gemacht hat. Sie, also Stefanie, wolle sich nur an das Schöne an diesem Abend erinnern und nicht an H.s unmögliches Verhalten. (Eine harte Aussage wenn man bedenkt, dass H. Stefanies “beste Freundin” ist.)

Auf dem Heimweg sagte meine Tochter zu mir: “Was war das denn für eine Show? Wow, woanders muss man dafür viel Eintritt bezahlen! Stefanie ist in Ordnung, die mag ich ziemlich gut leiden, aber Hiltrud geht ja mal gar nicht. Die blamiert ja nicht nur sich selbst sondern alle die sich mit ihr umgeben gleich noch dazu. Das ganze Auftreten, die Optik, das Benehmen … die sieht aus wie eine russische Prostituierte, extremst überschminkt, in Klamotten für die sie definitiv 40 bis 50 Jahre zu alt ist. Mama, die ist doch keine “Frau im falschen Körper”, die will einfach nur auffallen. Notfalls auch unangenehm.” … Sie wusste nicht, wie recht sie damit hatte. Und das war Stefanies beste Freundin? Dann wollte ich lieber nicht die weniger guten Freundinnen von ihr kennen lernen …

Am nächsten Morgen wollten wir uns alle zum Frühstück bei H. treffen, das hatten wir bereits zu Beginn des Abends verabredet. Ich sagte ab. Ich hatte erst mal genug.

“Wenn Liebe im Spiel ist …

2. April 2010

… müssen es Rosen sein!” … sagt der Florist und der muss es ja wissen.

Ein paar Tage nach unserem ersten “heimlichen” Treffen lud sie mich zu einem Glas Wein in ihre Wohnung ein. Sofort sah ich die Vase mit den Rosen. Nanu? Rosen? “Die sind von Hiltrud. Die haben nichts zu bedeuten.” Rosen haben IMMER was zu bedeuten und das sagte ich ihr auch. “Nein, nein”, wehrte sie ab “Hiltrud schenkt mir manchmal Rosen, weil das meine Lieblingsblumen sind. Aus reiner Freundschaft. Denk Dir nichts dabei.”  Wenn es nichts zu bedeuten hat und wenn es nichts dabei zu denken gibt, warum nur war Stefanie dann so nervös und warum war sie so sehr um eine “harmlose” Erklärung bemüht?  Ob der Post-it-Zettel, der an der Vase klebte, etwas damit zu tun hatte? Bevor ich nach Hause ging schaute ich noch einmal näher hin:

“Sag nicht, heute ist kein besonderer Tag.  Jeder Tag mit DIR ist ein besonderer Tag!”

Ich war wirklich beruhigt. Ein Strauß Rosen mit so einer Botschaft, das konnte doch nur Freundschaft sein. Was sonst? Ein Schelm der Böses dabei denkt …

Die Volksfest-Lüge

29. März 2010

Jedes Jahr findet in unserer Stadt ein großes Volksfest statt und natürlich wollte ich in diesem Jahr unbedingt dabei sein. Nachdem S. und ich uns in der Zwischenzeit sehr nahe gekommen waren, wir uns als Paar sahen und das auch öffentlich zeigten, war für mich klar, dass wir gemeinsam auf dieses Fest gehen und jede Menge Spaß haben würden. So hatte ich mir das jedenfalls ausgedacht. Bereits einige Tage vor dem großen Ereignis begann sie herumzudrucksen und sagte mir dann nach langem Hin und Her, dass sie auf keinen Fall auf dieses Fest gehen könne. Zu viele Menschen, zu viele Betrunkene, zu viele blöde Sprüche und Beschimpfungen. Das wollte sie sich nicht antun. Zuerst versuchte ich noch, sie umzustimmen: ich wäre doch bei ihr, in meinem Beisein könnte ihr niemand etwas anhaben und überhaupt würde sie doch über sowas meilenweit drüber stehen. Dann sah ich ein, dass ihre Angst einfach zu groß war und sie vielleicht einfach noch ein bisschen Zeit brauchen würde, um sich so einer Herausforderung stellen zu können. “Kein Problem, gehen wir halt im nächsten Jahr zusammen dort hin” sagte ich und ließ mich von ihr überzeugen, dass ich mir das Fest aber auf jeden Fall trotzdem ansehen müsse. So zog ich am Samstagnachmittag ohne sie los, was natürlich keinen großen Spaß machte, und freute mich schon darauf, das Spektakel irgendwann mit ihr gemeinsam erleben zu können.

Am Montag darauf konnte ich dann in ihrem Blog lesen, dass sie auch auf dem Volksfest war. Ganz plötzlich habe sie sich dazu entschieden, doch hin zu gehen. Allein. Soso. Erzählt hatte sie mir davon nichts. Aha. Und ein Foto gabs auch:  sie und Hiltrud in trauter Zweisamkeit am Bierstand. Guck an, Hiltrud war auch da. Na so ein Zufall …

Mein Gott war ich blauäugig BLÖD!

Der zweite Eindruck

28. März 2010

Ein paar Tage nach unserem ersten Date, ich war gerade in der Stadt unterwegs, bekam ich eine SMS von ihr: “Lust auf einen Kaffee?” Ich rief sie an und sie erzählte mir, dass sie mit einer Journalistin zu einem Interview in einem Bistro verabredet wäre und sie sich freuen würde, wenn ich anschließend dort hinkommen und wir zusammen einen Kaffee trinken würden. Ich freute mich auch. Als ich das Lokal betrat, saß sie mit einer jungen Frau an einem Tisch, das Interview war offensichtlich noch nicht zuende. Wir begrüßten uns kurz und sie meinte ich könne mich an den Tisch am Fenster setzen, Hiltrud wäre gerade zur Toilette und sie, Stefanie, wäre gleich fertig und würde dann zu uns kommen. Fein. Ich setzte mich, bestellte einen Kaffee und freute mich auf den Nachmittag mit S. und H. …

H. war not amused, das war mir bereits klar, als sie an den Tisch kam und mich kühl begrüßte. Ihr Blick ließ mir das Blut in den Adern gefrieren, so abweisend bin ich noch von niemandem angesehen worden und ich hatte keinen Schimmer warum sie so böse guckte. Sie setzte sich und sagte: “Was machst Du denn hier? Stefanie ist heute mit MIR verabredet und wir möchten auch niemand anderen dabei haben. Am besten Du gehst gleich wieder.” AUTSCH! Was sollte ich denn DAVON halten? Hatte ich S. etwa falsch verstanden? Mein Gott war mir das peinlich! Ich erwiderte, dass S. mich angetickert und gefragt hat, ob ich Lust auf einen Kaffee hätte und ich wäre davon ausgegangen, dass sie JETZT meinte. “Da hast Du wohl was falsch verstanden. Heute habe ICH eine Verabredung mit ihr und die störst Du gerade. Außerdem haben wir auch noch was vor. Allein!” … Am liebsten wäre ich vor Scham im Boden versunken. 

Wenige Minuten später kam S. zu uns an den Tisch und begrüßte mich noch einmal überschwänglich mit Drücken und Bussi und einem strahlenden Gesicht: “Schön dass Du da bist!” “DAS sieht Hiltrud aber anders.” Verwirrter Blick. *?* Hiltrud starrte in ihre Kaffeetasse und sagte nichts. Weil ich Unstimmigkeiten gerne direkt kläre, erzählte ich ihr, was H. kurz zuvor zu mir gesagt hatte. “Wie bitte??? Warum sagst Du denn sowas? Das stimmt doch gar nicht! Und überhaupt: was haben wir denn noch vor???” Schweigen, Rumgedruckse. “Ich dachte, wir könnten gleich noch zu mir gehen und ich mache uns einen Flammkuchen und wir trinken noch gemütlich einen Wein zusammen. Nur wir zwei.” Stefanie war kurz vorm Explodieren. “Nein, das können wir nicht. Ich bin nämlich mit Lenita verabredet!”

Nachdem die Stimmung im Arsch war und es auch, trotz Stefanies Bemühungen, keine Aussicht auf Besserung gab, beschloss ich, nach Hause zu fahren und darüber nachzudenken, ob ich mir nicht lieber andere Bekannte suchen sollte. Andererseits: wollte ich mich wirklich von jemandem, der sich nicht nur durch schlechtes Benehmen auszeichnet (jemanden am Tag des Kennenlernens unvorbereitet in einen Bumsschuppen zu schleppen IST schlechtes Benehmen!) sondern auch noch ein Lügner ist (und ein ziemlich dämlicher obendrein), wollte ich mich von so jemandem wirklich vergraueln lassen? Ich wollte doch Stefanie kennen lernen, nicht Hiltrud.

Wir verließen gemeinsam das Lokal und gingen in Richtung Fahrradparkplatz. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Supermarkt vorbei und da ich noch etwas einkaufen musste, wollte ich mich von den beiden verabschieden. Wir blieben also stehen und redeten noch ein bisschen. Vor dem Eingang des Marktes hing ein Angebotsschild: PC-Tastaturen und -Mäuse im Sonderangebot. Ich: “Eine neue Maus könnte ich auch brauchen.” Hiltrud: “Stefanie nicht, die hat ja jetzt eine neue Maus. Sogar eine blonde.” … *?* … Stefanie: “Ich brauche eine Flasche Wein, ich komme mit in den Laden.” Hiltrud ließ es sich nicht nehmen mit zu gehen (obwohl sich ihre Wohnung auf der anderen Straßenseite befand und sie nichts einkaufen wollte). Irgendwie gelang es S. und mir, uns “heimlich” zu verabreden. “Lecker Wein.” “Mag ich auch.” “Jetzt?” “Ja.” “Bei mir?” “Ja.” “Bis gleich.” Dann stand Hiltrud neben uns. Zu spät.

Ich fuhr einen Umweg zu S.s Wohnung, parkte mein Fahrrad auf dem Hinterhof und wollte gerade ums Haus in Richtung Eingangstür gehen, als ich laute Stimmen hörte. Hiltrud machte Stefanie eine Szene. Auf offener Straße. Ich hielt mich im Hintergrund und hoffte, dass H. mich nicht gesehen hat. Hat sie nicht.

Heute, fast ein Jahr später, kann ich nicht mehr verstehen, wie ich so dämlich sein und alle diese offensichtlichen Zeichen nicht sehen bzw. deuten konnte. Ich hätte doch was merken müssen?

Das erste Date

7. März 2010

Wir haben uns über eine Kontaktbörse im Internet kennen gelernt. Ich, ganz neu in der Stadt, suchte nach Freizeitpartnern für Sport, Spiel und Spaß. Sie schrieb mich an, dass sie mein Profil gelesen und festgestellt habe, dass wir in der selben Firma und sogar am selben Standort arbeiten. So ein Zufall. Ich sah mir ihr Profil an und wusste recht schnell: ich wollte sie gern persönlich kennen lernen. Ein paar Tage später schrieb sie mir, dass sie mit zwei Freundinnen zum Essen und anschließenden Tanzengehen verabredet sei und ob ich nicht Lust hätte, mich anzuschließen. Ich hatte. Es wurde ein Abend, den ich wohl nicht so schnell vergessen werde und hätte ich geahnt, was ich mit meiner Zusage bei einer dritten Person auslösen würde, ich wäre zuhause geblieben. Aber der Reihe nach.

Als ich das Restaurant betrat, war mir schon ein wenig mulmig zumute. Was würde mich wohl erwarten? Wie würden die Freundinnen von S. mich aufnehmen? Ich wusste bereits, dass alle drei Frauen transident sind (dass dies für eine der drei nicht so ganz stimmt, bemerkte ich erst ein paar Wochen später) und ich in der Runde die einzige so genannte Biofrau sein würde. Sehr spannend das Ganze. Stefanie begrüßte mich, als wären wir schon seit langem befreundet und so fühlte es sich auch für mich an, so als würden wir uns schon lange kennen. Die anderen beiden waren hingegen sehr zurückhaltend. Das war auch völlig ok für mich. Ich setzte mich neben S. und wir bestellten Essen und Wein und unterhielten uns angeregt über alles mögliche. Smalltalk halt. Mir gegenüber saß Hiltrud, S.s beste Freundin und musterte mich sehr aufmerksam. Dass sie mich bereits zu diesem Zeitpunkt als größte Konkurrentin sah, davon konnte ich nichts wissen.

Nach dem Essen mussten die Mädels sich noch aufhübschen, also fuhren wir zu S. von wo aus Hiltrud zu sich nach Hause ging (sie wohnte gleich um die Ecke), um eine Stunde später wieder zu uns zu stoßen. Als sie zurück kam, traf mich fast der Schlag. Ein pinkfarbenes Bigshirt über schwarzen Glanzleggings und schwarzen Lack-Highheels, dunkelrote Lippenkonturen und neonpinkfarbener Lippenstift zu straßenköterblonder Mireille-Mathieu-Perücke. Das alles an einem Menschen, der etwa 1 Meter 89  (ohne Highheels!) misst, dünne, wadenlose Storchenbeine hat, 68 Jahre alt und mit äußerst männlichen Gesichtszügen gestraft ist. Ich weiß nicht, ob ich mehr erschreckt oder mehr belustigt war, ich glaube, es hielt sich die Waage. Immerhin, egal wo wir hingehen würden, man würde uns nicht vergessen.

Die erste Station war eine Discothek. Wir tanzten, lachten, unterhielten uns, tranken und hatten Spaß. Irgendwann entbrannte dann eine heiße Diskussion zwischen Stefanie und Hiltrud. Worum es genau ging hatte ich nicht mitbekommen, nur soviel, dass S. immer wieder sagte, sie würde aber viel lieber noch ein bisschen bleiben. Dann fragte sie mich, ob ich Lust hätte, noch woanders hin zu gehen, H. wolle unbedingt noch in einen anderen Laden. Klar gehe ich mit. Auf dem Weg zurück in die Stadt stritten S. und H. sich darum, wohin es denn nun gehen sollte. S. verlor den Streit und wir fuhren ins Bahnhofsviertel, in eine beängstigend dunkle Ecke. Aber ich hatte ja drei Ex-Männer dabei, mir konnte also nix passieren.

Schon am Namen des Lokals ”Das Paradies – die Erlebnisgastronomie für sie und ihn” hätte mir auffallen müssen, dass es sich nicht um eine Teenie-Disco handelt. Ist mir aber nicht aufgefallen. Erstmal. Stefanie war das Ganze sehr unangenehm und sie sagte mir den ganzen Weg vom Parkplatz bis zu dem Laden, dass wir da nur hingehen, weil Hiltrud da unbedingt hin möchte und dass wir jederzeit wieder gehen könnten, wenn ich das wolle. Ich hatte ja keine Ahnung und fragte mich, warum S. sich so merkwürdig verhält. Ok, als wir die “Disco” betraten, wusste ich es: wir waren in einem Bumsschuppen. Da ich aber inzwischen auch schon knapp über 18 bin, war ich nur mäßig bis gar nicht schockiert. S. und ich setzten uns an einen Tisch, tranken Wein und unterhielten uns blendend. H. stromerte in dem Laden rum und die andere Freundin von S. war ins Gespräch mit anderen Gästen vertieft. Als S. und ich zu vorgerückter Stunde beschlossen, dass wir nun nach Hause gehen wollten, sahen wir uns nach H. um und konnten sie zuerst nicht finden. Das lag daran, dass H. sich nicht mehr in Augenhöhe befand. Sie hatte sich ihres knallpinkfarbenen Bigshirts entledigt (der Body, den sie über der Glanzleggings trug, machte die Sache nicht besser) und war gerade dabei auf allen Vieren am Boden kriechend, einer jungen Frau die Schuhe abzulecken. Das war der Punkt an dem mir der Appetit verging und ich ahnte, dass S.s Freundin nicht meine werden würde. Nix gegen Fetisch, jeder so wie er mag, damit habe ich kein Problem. Aber ich habe sehr wohl ein Problem damit, wenn mir die Entscheidung, ob ich bei den sexuellen Aktivitäten anderer Leute zusehen möchte oder nicht, quasi abgenommen wird. Man bedenke: ich war da nicht mit meinen langjährigen Freundinnen unterwegs (und auch denen möchte ich nicht beim Sex zusehen) sondern mit Leuten, die ich gerade mal seit ein paar Stunden kannte.

Was ich mich vielleicht hätte fragen sollen ist, warum H. unbedingt hierher gehen wollte, mit jemandem, den sie gerade erst kennen gelernt hatte und der zudem eine Arbeitskollegin (!) der besten Freundin ist. Ich fand das befremdlich, machte mir aber keine weiteren Gedanken darüber. Heute weiß ich, dass es sich dabei um eine bis dahin bereits mehrfach erfolgreich angewandte Strategie handelte, neue Bekanntschaften von Stefanie möglichst schnell in die Flucht zu schlagen. Damals wusste ich das nicht und blieb.


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